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Entwicklung des Tiefenendlagers in der Tschechischen Republik

Der Ausbau eines Tiefenendlagers in der Tschechischen Republik ist im gemeinsamen Interesse aller Bürger. Die energetische Konzeption der Tschechischen Republik rechnet mit einer Elektrizitätsproduktion aus Kernenergie, wobei eine gesellschaftliche und politische Übereinstimmung hinsichtlich des Baus neuer Nuklearanlagen herrscht. Sowohl die bestehenden als auch die neuen Anlagen sind Quellen abgebrannter Kernbrennstoffe und hochradioaktiver Abfälle, die man nicht anders sicher entsorgen kann als durch Tiefenendlagerung.

Berücksichtigend die geologischen Bedingungen der Tschechischen Republik wird das Tiefenendlager höchst wahrscheinlich in einem Granitmassiv oder diesem Milieu ähnlichen metamorphen Gesteinen – Gneisen – errichtet werden. Vor allem wird es aber in einem seismisch stabilen Gebiet sein. Ähnliche Granit- oder Gneisformationen werden für das in Ausbau stehende Tiefenendlager in Schweden und in Finnland genutzt werden. Die Eigenschaften dieser Gesteine für die Bedürfnisse der Tiefenendlagerentwicklung und -ausbau werden in unterirdischen Laboratorien in Schweden, der Schweiz, Kanada, Japan, Südkorea und anderen Ländern langfristig wissenschaftlich erforscht.

Gründe für den Ausbau eines Tiefenendlagers in dem Gebiet der Tschechischen Republik gibt es mehrere:
• abgebrannte Brennstoffe und hochradioaktive Abfälle werden in der Tschechischen Republik noch Jahrzehnte entstehen
• es handelt sich um die einzige technisch und ökonomisch akzeptable und durchführbare Lösung (weltweit ist die Fachöffentlichkeit damit einverstanden und auch die Einstellung einer ganzen Reihe von Ländern deutet darauf hin)

• es ist illegal radioaktive Abfälle über die Landesgrenzen hinweg zu verbringen

• trotz der Tatsache, dass die abgebrannten Kernbrennstoffe spaltbare Materialien enthalten, die als Brennstoffe für die bestehenden oder neu in Entwicklung stehenden Reaktoren anwendbar sind, wird es notwendig sein, die Abfälle nach der Wiederaufarbeitung einschließlich anfallender hochradioaktiver Abfälle in Tiefenendlagern endzulagern.

• es gibt außerdem radioaktive Abfälle, die aus verschiedenen Gründen (Aktivität, Form) die Akzeptanzvoraussetzungen für die Oberflächenendlagerung nicht erfüllen.